Ganzheitliches Autogenes Training

Suggestionen als Hilfe zur Stressbewältigung

 

Ab sofort: Umschalten statt Abschalten - Ganzheitliches Autogenes Training

Traingsbuch zum Stressabbau, zur Entspannung, Vitalisierung und Aktivierung von Selbstheilungskräften und für das Schaffen einer Inneren Ordnung im persönlichen Energiefeld
ISBN 9-7838-4238-0967, pro Exemplar 16,80 € (Versandkosten 3,75 €) Buchbestellung

Was ist Autogenes Training?

Autogenes Training ist aus den Erfahrungen mit Hypnose um die Jahrhundertwende entstanden. Es ist eine Selbst-Suggestionsmethode, die jeder leicht erlernen kann, der sich mit etwas Geduld und Konzentration auf die Bedeutung von speziellen Formulierungen einstellt. Es ist für Menschen ideal, die lernen wollen, in jeder Lebenssituation in kurzer Zeit umzuschalten auf tiefe innere Ruhe und Gelassenheit. Damit bewältigen Sie besser Stresssituationen, können klarer denken und angemessen handeln.

Sie lernen hier ein ganzheitlich ausgerichtetes Autogenes Training. Es besteht aus einem Basistraining, einem Organkreislaufbezogenen Trainingsteil und einem Abschlusstraining. Sie können jeden Teil, wie auch jede Übung für sich trainieren, aber auch das gesamte Training nach und nach erlernen. Die Grundlage dieses AT-Selbsthilfe-Trainings finden Sie auf der Seite

Ganzheitlichkeit

Da es sich bei allen hier aufgeführten Trainings um "Open-Eyes"-Übungen handelt, ist es ohne weiteres möglich, die Übungen im Sitzen während Sie lesen vor Ihrem Bildschirm nachzuvollziehen!

 SEHR WICHTIG!

Bevor Sie mit dem eigentlichen Autogenen Training beginnen, machen Sie sich mit dem gezielten Zurücknehmen aus dem Entspannungszustand vertraut. Sie brauchen diese Fähigkeit unbedingt, um nach der tiefen entspannten Ruhe wieder aktiv und erfrischt zu sein.

Beginnen Sie jetzt: Setzen Sie sich ganz entspannt aufrecht hin, die Arme hängen locker von Ihren Schultern herab, die Hände liegen auf Ihren Oberschenkeln, die Handflächen sind geöffnet!

 
Übung: Das Zurücknehmen

Sie nehmen sich zurück, spannen die Muskeln (in Armen und Beinen ) an, d.h. Sie strecken Ihre Beine ein wenig durch, ballen die Hände fest zu Fäusten, ziehen die Unterarme auf die Oberarme, spreizen die Finger, strecken die Arme und atmen tief durch. Schütteln Sie ein wenig die Gelenke in Armen und Beinen aus. Sie können auch laut gähnen oder stöhnen, bewegen Sie sich, als wären Sie gerade erwacht.

 Achtung!  Wenn Sie mit dem AT einschlafen wollen, nehmen Sie sich nicht zurück! 

 

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BeatriceRaue@aol.com

Das Basistraining

besteht aus den drei Grundeinstellungen "Ruhe, Schwere und Wärme". Nehmen Sie sich vor allem für diesen Teil mehr Zeit, um einen erfolgreichen Einstieg in das AT zu bekommen. Später werden Sie sofort alle Basisübungen in einer Erfahrung innerer Gelassenheit zur Verfügung haben!

 1. Formel: ICH BIN VOLLKOMMEN RUHIG

 Das Umschalten von äußerer Aufmerksamkeit auf einen tiefen inneren Ruhezustand

Wie Sie einen Lichtschalter betätigen, so lernen Sie mit dieser Übung von äußerer Aufmerksamkeit nach innen umzuschalten, um hier eine zu jeder Zeit vorhandene Ruhe vorzufinden, die Sie leicht mit jedem Ausatmen vertiefen und erweitern. Sie lösen damit nicht nur eine körperliche Reaktion aus, die Ruhe legt sich auch sanft auf starke innere Spannungen oder nervösen Störungen, sie beruhigen mit dieser Übung eine bescheunigte Gedankenflut und dämpfen starke oder gar überwältigende Emotionen.

 Ziel der Formel: Gelassenheit in allen Lebenssituationen.

 WIRKUNGEN

körperlich: Ein sanftes inneres Zurücksinken

energetisch: Positive Beeinflussung überschiessender Vitalität

mental: Ordnende Beruhigung beschleunigter Gedanken

emotional: Normalisierung starker Emotionen

 

Übung: Tiefe Innere Ruhe

Während Sie diese Übung aufmerksam lesen, setzen Sie sich so bequem wie möglich auf Ihren Stuhl. Richten Sie Ihre Wirbelsäule auf und nehmen Sie ein wenig die Schultern hoch und lassen Sie sie dann etwas zurücksinken. Ihre Füsse stehen ungefähr hüftbreit voneinander entfernt fest auf dem Boden. Bewegen Sie sich noch einmal, bis Sie das Gefühl haben, Sie sitzen ganz bequem. Atmen Sie ein paar Mal tief durch. Spüren Sie nun um sich die Kleidung, die Luft, den Raum und wieder zurück in sich selbst hinein. Ihr Körper ist begrenzt von der gesamten Hautoberfläche und der Kleidung. Richten Sie nun Ihre Aufmerksamkeit auf die drei Stressbereiche Ihres Körpers. Zunächst auf Ihr Becken und bewegen Sie es ein paar Mal sanft, um eine ganz entspannte Haltung zu finden. Bleiben Sie für eine Minuten mit Ihrer ganzen Aufmerksamkeit in Ihrem Beckenbereich. Richten Sie jetzt Ihre Wahrnemung auf Ihren Schulterbereich und ziehen Sie sanft die Schultern ein wenig nach oben und hinten und lassen Sie sie dann ganz locker nach unten fallen. Verweilen Sie auch hier für eine Minute und bewegen dabei ein wenig die Muskeln Ihres Schulterbereiches. Schliesslich spüren Sie in Ihren Mund und lösen ganz sanft die Zunge vom Gaumen, sie gleitet ein wenig in den Mund zurück. Auch die Kiefergelenke rechts und links unterhalb der beiden Ohren lösen sich ein wenig. Verweilen Sie auch hier eine ca. Minute und bewegen Sie dabei sanft die Muskeln in diesem Bereich. Achten Sie jetzt auf das, was in Ihrem Körper noch Aufmerksamkeit auf sich zieht, d.h. was sich vielleicht durch Kribbeln, Verkrampfung, Schmerzen oder anderes bemerkbar macht. Beachten Sie es für eine Minute und spüren dann weiter. Vielleicht schicken Sie dann einen Gedanken hin etwa ' Ich komme später noch einmal zurück' oder 'Ich sorge jetzt gut für Dich'. Achten Sie darauf, ob sich die 'störende Empfindung' verändert, sodaß Ihre Aufmerksamkeit wieder frei ist. Wenn Sie nun in Ihrem Körper nachspüren, erlauben Sie allem, was noch angespannt ist, sich jetzt zu entspannen. Warten Sie ein wenig ab, bis Sie das Gefühl haben, dass Ihr Körper ein einziges sanftes, warmes Fliessen ist.

Sanft lenken Sie jetzt Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Gedanken, sie steigen aus Ihrem Inneren auf und vergehen wieder. Nehmen Sie sie wahr, wie sie sind und lassen Sie sie dann einfließen in einen breiten Strom, an dessen Ufer Sie stehen, und dessen Fließen Sie beobachten. Nach einer Weile treten Sie innerlich einige Schritte zurück, bis Sie spüren, wie die Gedanken kommen und gehen.

Öffnen Sie jetzt in sich einen inneren Raum, indem Sie es sich selbst erlauben, sich einfach wohl und zufrieden zu fühlen. Nehmen Sie sich so vollständig wie möglich wahr. Erlauben Sie sich selbst, vollkommen entspannt zu sein und schalten Sie sanft um auf Ihre tiefe innere Ruhe. Es ist, als würden Sie sanft zurückgleiten, tiefer und tiefer. Spüren Sie die Worte ganz deutlich" ICH BIN VOLLKOMMEN RUHIG' - nehmen Sie sich Zeit, jedes einzelne Wort in seiner Bedeutung zu erfassen. Wiederholen Sie mehrere Male diese Worte in Gedanken im Rhythmus Ihrer Atmung. Mit dem Ausatmen lassen Sie zu, dass die Ruhe sich mehr und mehr in Ihnen ausbreitet, Sie selbst schliesslich vollkommene Ruhe ausstrahlen. Nehmen Sie die tiefe innere Ruhe wie ein kostbares Geschenk an,

Nachdem Sie eine Weile in dieser Ruhe verweilt haben, lenken Sie Ihre Gedanken wieder auf Ihren Alltag. Nehmen Sie sich nun gezielt zurück. Atmen Sie nun tief durch, lösen Sie die Füsse vom Boden und strecken Sie sich. Schauen Sie sich um und registrieren Sie deutlich Ihre Umgebung. Schütteln Sie Arme und Beine ein wenig aus und strecken Sie sich.

Es ist Ihre Erfahrung, Sie können jederzeit zu ihr zurückkehren!

2. Formel: MEINE ARME UND BEINE SIND SCHWER

Sie bewirkt eine tiefe Muskelentspannung in Armen und Beinen

Mit der Entspannung der längsgestreiften Muskulatur in Armen und Händen, Beinen und Füßen erreichen wir ein Schweregefühl, welches die aktivierenden Sprungreflexe herabsetzt und so die Ausrichtung der Aufmerksamkeit von außen nach innen unterstützt. Nach der Umschaltung auf die Ruhe gelingt nun ein weiterer Schritt zur Bereitschaft, Kontrolle loszulassen und inneres Vertrauen neu aufzubauen.

Ziel der Formel: Nach der Erfahrung eines intensiven Schweregefühls in Armen und Beinen stellt sich nach einiger Zeit das Empfinden von Leichtigkeit ein.

WIRKUNGEN

 körperlich: Vollkommene Muskelentspannung in Armen und Beinen

energetisch: Schweregefühl

mental: Aufgeben von kontrollierenden Gedanken

emotional: Offene Erwartungshaltung

  

Übung: Schwere

Sie sitzen aufgerichtet auf Ihrem Stuhl und beachten Ihr körperliches Befinden - sorgen Sie gut für sich und eine optimal Sitzhaltung. Das Becken ist ganz entspannt, die Schultern lösen Sie, indem Sie Sie zunächst hoch- und nach hinten ziehen und dann locker fallen lassen, ebenso lösen Sie die Zunge vom Gaumen, sie gleitet locker in den Mund zurück und die Kiefergelenke entspannen sich. Versuchen Sie in jedem der drei körperlichen Haupt-Stressbereiche (Becken, Schultern, Kiefergelenke) ein paar Atemzüge zu verweilen und entspannen Sie sich mit jedem Ausatmen ein wenig mehr. Fühlen Sie Ihre Körperwärme und versuchen Sie sie möglichst gleichmässig in alle Bereiche Ihres Körper fliessen zu lassen. Die Gedanken steigen auf und vergehen wieder. Sie fliessen schliesslich vorbei und Sie erlauben es sich selbst, sich einfach wohl und zufrieden zu fühlen.

Legen Sie jetzt Ihre Arme locker auf Ihren Oberschenkeln ab. Spüren Sie, nun zu Ihrem bevorzugten Arm (Linkshänder/Rechtshänder) und beginnen Sie aufmerksam Ihre Schulterrundung und die Achselhöhle wahrzunehmen. Während Sie schrittweise den Oberarm, das Ellenbogengelenk, den Unterarm und schliesslich die Hand mit den einzelnen Fingern spüren, verweilen Sie einige Augenblicke, ehe Sie weiterspüren! Sie sollten ganz bewusst Ihren Arm und die ganze Hand deutlich fühlen. Stellen Sie sich jetzt vor, daß alle Muskeln, bis in die feinsten Muskelfasern dieses Armes, bis hin in die Fingerspitzen sich sanft entspannen. Sie werden nun bemerken, wie Ihr Arm sich schwer anfühlt. Nun richten Sie Ihre Aufmerksamkeit ebenso auf den anderen Arm. Beginnen Sie auch hier mit der Achselhöhle und der Schulterrundung und verweilen Sie schrittweise beim Oberarm, dem Ellenbogengelenk, dem Unterarm, der Hand und den Fingern. Stellen Sie sich auch hier vor, daß alle Muskeln, bis in die feinsten Muskelfasern dieses Armes sich sanft entspannen. Sie bemerken auch hier, wie der Arm sich schwer anfühlt. Wiederholen Sie nun einige Male in Gedanken "Meine Arme sind schwer, angenehm schwer" und lassen Sie die Schwere einfach geschehen. Lenken Sie nun langsam, ohne die Schwere in Ihrem Armen zu stören, die Aufmerksamkeit in Ihre Beine. Verweilen Sie hier ebenso wie bei den Armen eine Weile bei den Oberschenkeln, den Kniegelenken, den Unterschenkeln, den Füssen bis in die Zehenspitzen. Auch hier lösen Sie die Schwereempfindung aus, indem Sie alle Muskeln, bis in die kleinsten Muskelfasern entspannen, loslassen. Wiederholen Sie nun einige Male in Gedanken die Formel "Meine Arme und Beine sind schwer - angenehm schwer". Verweilen Sie einige Minuten bei dieser Schwerempfindung, sie ist eine Erholung für Ihre Arme und Beine. Beenden Sie die Sitzung mit der Formel "Ich bin vollkommen ruhig". Schließen Sie nun den inneren Raum wieder, damit alles, was Sie erfahren haben, sich sicher und geborgen fühlen kann. Lassen Sie auch die Gedanken wieder gezielt auf die Gegenwart zurückgleiten und auf das, was Sie noch vorhaben. Nehmen Sie sich nun zurück. Atmen Sie nun tief durch, lösen Sie die Füsse vom Boden und strecken Sie sich. Schauen Sie sich um und registrieren Sie deutlich Ihre Umgebung. Schütteln Sie Arme und Beine ein wenig aus und strecken Sie sich.  

3. Formel: MEINE ARME UND BEINE SIND WARM

 Sie bewirkt eine gleichmäßige Wärme in Armen und Beinen

Die vom Körper selbstgesteuerte Entspannung und Öffnung der Gefäße in den Händen, Fingern, Füßen und Zehen bewirkt und normalisiert die natürliche Durchblutung, sodaß eine wohltuende Wärme durch alle Glieder Ihres Köpers fließt, mit der wieder ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe in alle Zellen transportiert werden. Hierdurch erfahren Sie ein vollkommenes inneres Wohlgefühl.

Ziel der Formel: Erweiterung und Vertiefung des inneren Wohlgefühls. Mit der Wärme erleben Sie eine vollkommene Belebung Ihres ganzen Körpers und unterstützen einen harmonischen Energieausgleich.

 WIRKUNGEN

körperlich: Meßbare und fühlbare Wärme in Händen und Füßen

energetisch: Fließende Vitalität im und um den ganzen Körper

mental: Erfahrung mentaler Fähigkeiten

emotional: Geborgenheit im ganzen gelebten, warmen Körper

Übung: Wärme

Sie setzen sich bequem hin. Atmen Sie einfach einige Male tief durch und beginnen Sie, Ihre Aufmerksamkeit nach innen zu lenken. Spüren Sie jedoch die Luft um sich herum, den Raum. Bewegen Sie Ihren Körper ein wenig, bis Sie spüren, wo er Kontakt zum Stuhl hat. Entspannen Sie bewusst Ihr Becken, Ihre Schultern und Ihre Kiefergelenke. Lösen Sie gezielt die Zunge vom Gaumen und lassen Sie sie in den Mund zurückgleiten. Nehmen Sie sich noch ein paar Augenblicke Zeit um nachzuspüren, ob irgendetwas in Ihrem Körper Ihre Aufmerksamkeit braucht und verweilen Sie ein wenig bei diesen Bereichen. Nehmen Sie aufmerksam Ihre Gedanken wahr, die aufsteigen und wieder vergehen. Sie fließen schliesslich an Ihnen vorbei. Sie schaffen ein wenig Abstand zu Ihren Gedanken, indem Sie sich vorstellen, daß sie jetzt keine Antworten und keine Reaktionen brauchen. Sie dürfen jetzt einfach so sein, wie sie sind. Öffnen Sie Ihren eigenen inneren Raum, um sich selbst zu erlauben, sich einfach wohl und zufrieden zu fühlen. Öffnen Sie sich für eine neue Erfahrung. Beginnen Sie wieder Ihren bevorzugten Arm zu fühlen. Spüren Sie die einzelnen Bereiche nach, den Oberarm, das Ellenbogengelenk, den Unterarm, die Hand und die einzelnen Finger der Hand. Verweilen Sie ein wenig und reiben Sie dann langsam die Fingerspitzen aneinander, um sie noch deutlicher zu spüren. Stellen Sie sich jetzt vor, daß aus der Mitte Ihres Körpers heraus Wärme durch Ihren Arm zu fließen beginnt, durch die einzelnen Bereiche bis in die Fingerspitzen. Hier öffnen sich feine Gefäße - wie kleine leuchtende Blüten - damit die wärmende Energie hindurchströmen und wieder in den Körper zurückfließen kann. Spüren Sie diesem Kreislauf ein wenig nach und fühlen Sie ganz deutlich "Mein Arm ist warm". Während die Wärme weiter fließt und die Gefäße sich langsam öffnen, spüren Sie auch die Bereiche des anderen Armens, des Oberarmes, des Ellenbogengelenks, des Unterarmes, der Hand und der Finger dieser Hand. Reiben Sie auch hier leicht die Fingerspitzen aneinander, damit Sie ganz in sie hinein fühlen können. Stellen Sie sich jetzt auch hier vor, daß die Wärme aus Ihrem Körperinneren zu fliessen beginnt und durch die einzelnen Bereiche des Armes in die Hände und schließlich in die Fingerspitzen fließt, wo sich ebenso die feinen Gefäße wie kleine Blütchen öffnen, um die wärmende Energie hindurchfliessen zu lassen, die schliesslich wie der in die Körper zurückfließt. Sie spüren jetzt ganz deutlich "Meine Arme sind warm" und geniessen den unaufhörlichen ausgleichenden Strom von Wärme aus Ihrem Körper durch die Arme und die Hände und wieder zurück in den Körper. Wiederholen Sie mehrere Male in Gedanken die Worte "Meine Arme sind warm" und verbinden Sie ganz intensiv das Gefühl des Öffnens. Ebenso wie Sie mit Ihrem Armen geübt haben, beginnen Sie nun mit beiden Beinen. Fühlen Sie zunächst die Oberschenkel, die Kniegelenke, die Unterschenkel, die Füße und natürlich auch die Fußzehen. Vielleicht bewegen Sie sie ein wenig, um sie noch besser zu fühlen. Stellen Sie sich jetzt auch hier vor, wie warme Energie aus Ihrem Bauchraum durch die Beine hindurch, durch die Füße bis in die Zehenspitzen und wieder zurück in den Körper fließt. Dabei öffnen sich auch in den Zehenspitzen feine Gefäße, so daß der Strom der wärmenden Energie ganz hindurchfliessen kann. Verweilen Sie ein wenig und geniessen Sie dieses Fließen in Ihren Beinen - spüren Sie "Meine Beine sind warm". Wiederholen Sie diese Formel mehrere Male in Gedanken und verbinden Sie immer wieder die Empfindung des Öffnens der Gefäße und des sanften, unaufhörlichen Fliessens in Ihren Beinen. Schliesslich verbinden Sie die Wahrnehmungen in Ihren Armen und Beinen zu den Worten "Meine Arme und meine Beine sind warm". Verweilen Sie bei den Worten und ihrer Bedeutung in Ihrem Körper, lassen Sie sie zu einem Teil Ihrer inneren wohltuenden Erfahrung werden. Schließen Sie dann die Übung ab, indem Sie zunächst einmal Ihren inneren Raum sanft schließen, damit alles, was Sie erfahren haben, sich sicher und geborgen fühlen kann. Lenken Sie auch die Gedanken wieder auf das Alltägliche um Sie herum und nehmen Sie sich sanft zurück. Recken und strecken Sie sich und schütteln Sie Ihre Gelenke.  

 

Das Basistraining: RUHE-SCHWERE-WÄRME

 Alle drei Formel des Basitrainings gemeinsam bewirken das Zurücksinken in eine distanzierte, beobachtende innere Gelassenheit

Die drei zunächst voneinander getrennten unterschiedlichen Wahrnehmungen von Ruhe, Schwere und Wärme fließen zusammen in ein ganz persönliches Wohlgefühl, welches zu jeder Zeit abrufbar in der inneren Erfahrung manifestiert wird. Sie ermöglicht eine selbstgewählte Distanz zum äußeren Geschehen und erweitert gleichzeitig das Erkennen des Eigenen und die Reaktion darauf.

Ziel der Formel :Deutliche Hinwendung auf innere Wahrnehmungen, bewußte Einstellung auf eine tiefe Gelassenheit

 WIRKUNGEN

körperlich: Loslassen der körperlichen Aufmerksamkeit, Vertrauen auf Selbstheilungskräfte

energetisch: Harmonische Selbstregulierung fließender Energien

mental: Deutliche Gedanken, die Fragen stellen und Antworten entstehen lassen

emotional: Klare Wahrnehmung von dem Eigenen der Persönlichkeit, Entfaltung der Intution

 

Übung: Ruhe-Schwere-Wärme

Sie setzen sich bequem hin. Vielleicht schauen Sie sich noch einmal um und nehmen wahr, wie Ihre Umgebung aussieht und wie Sie sie empfinden. Dann wenden Sie Ihre Aufmerksamkeit nach innen und registrieren, wie Sie sich selbst fühlen. Beachten Sie die Füße, den Beckenboden, die Schultern und die Kiefergelenke. Bewegen Sie alle angesprochenen Bereiche ein wenig, bis Sie das Gefühl haben, ganz entspannt zu sein. Beachten Sie nun Ihre Gedanken und spüren auch hier nach. Lassen Sie sie leiser werden und sich langsam zurückziehen. Öffnen Sie Ihren inneren Raum, indem Sie es sich selbst erlauben, sich einfach wohl und zufrieden zu fühlen. Schalten Sie nun um auf Ihre eigene innere Ruhe "Ich bin vollkommen ruhig" oder "Ruhe". Verweilen Sie ein wenig und spüren dann Ihren Armen und Beinen nach, Hände und Füße nicht vergessen und auch die Finger und Fußzehen. Fühlen Sie, was geschieht mit den Worten "Schwere" und "Wärme"? Spüren Sie nach einer Weile wie unterschiedlich sich die drei Begriffe Ruhe, Schwere und Wärme anfühlen - ganz angenehm. Lassen Sie ganz los und öffnen Sie sich. Schenken Sie nun Ihrem Inneren diese Ruhe, Schwere und Wärme, lassen Sie sie wie in einer Spirale zusammenfliessen, vielleicht im Rhythmus Ihrer Atmung - ganz ruhig - Ruhe - Schwere - Wärme. Sie empfinden nach einer Weile ein einziges Wohlgefühl, das sich in jede Zelle Ihres Körpers ausbreitet, es legt sich ganz sanft auf Ihre Gedanken und es beruhigt Ihre Emotionen. Schliesslich breitet sich das Wohlgefühl um Sie herum aus und hüllt Sie ganz ein. Sie fühlen sich sanft gewiegt im Rhythmus Ihrer Atmung. Aus den Farben des Regenbogens löst sich nun spontan eine Farbe und fliesst in Ihre innere Wahrnehmung. Sie verbindet sich ganz leicht und selbstverständlich mit ihrem inneren Wohlgefühle. Die Farbe und Ihr Wohlgefühl werden eins. Verweilen Sie, solange Sie sich wohl fühlen, atmen Sie ganz ruhig. Schliessen Sie jetzt wieder Ihren inneren Raum, damit alles, was Sie erlebt haben, sich sicher und geborgen fühlen kann. Lassen Sie die Gedanken wieder auf den Alltag zurückkehren und spüren Sie ganz in Ihren Körper, wo hat er Kontakt zum Boden, zum Stuhl oder Sessel? Und nehmen Sie sich dann ganz zurück, spannen Sie die Muskeln an, ballen Sie fest die Hände zu Fäusten, ziehen Sie die Unterarme hoch, spreizen die Finger, strecken die Arme und atmen tief durch.

 

 Der Organbezogene Trainingsteil

Der mittlere Teil der Unterstufe des AT bilden die sog. ‘Organ-Formeln’, die sich zunächst fast unwirklich auf die Körperkreisläufe Blutzirkulation, Atmung und Verdauung auswirken. Diese einmal gemachten Erfahrung der bewußteren Wahrnehmung von Körperfunkitonen werden zumeisst bei Erkrankungen, wie Herzrhythmusstörungen, Kurzatmigkeit oder Magenbeschwerden regelmäßig trainiert.

 

 4. Formel: MEIN PULS IST RUHIG UND GLEICHMÄSSIG PULS

Sie bewirkt ein gleichmäßiges Pulsieren des Blutkreislaufs

Viele Menschen können den Herzschlag in ihrem Körper kaum mehr empfinden, da er nicht mehr als normale Körperfunktion angenommen werden kann. Es ist daher wichtig, gerade diese Formel mit besonderer Fürsorge und Vorsicht zu trainieren. Die Erfahrung ist daher zunächst auf das Pulsieren "irgendwo im Körper" ausgerichtet und verbindet sich mit einer "freundlichen" (liebevollen) Zuwendung zu sich selbst. Erst wenn das Herz Vertrauen gewonnen hat, der Rhythmus zugelassen werden kann, wird ein harmonisches Einwirken auf diese lebenswichtige Körperfunktion möglich.

 Ziel der Formel: Eine liebevolle, freundliche und dankbar Hinwendung zu sich selbst, wann immer der Puls bzw. Herzschlag spürbar wird

 WIRKUNGEN:

körperlich: Gelassene Wahrnehmung der Herzbewegung

feinstofflich: Harmonisierung der Tiefe des Herzschlags

mental: Stärkung der verantwortungsvollen Willenskraft

emotional: Dankbarkeit und freundliche Zuwendung zu sich selbst

 

Übung: Puls

Entspannen Sie sich in der gewohnten Weise, beachten Sie zunächst Ihren Körper, lassen Sie dann die Gedanken an sich vorbeifließen und spüren Sie, wie mit der nach innen gerichteten Aufmerksamkeit die sanfte Energie der Ruhe einfließt. Dies geschieht ganz von allein, sie spüren, wie Ihr Körper ganz offen für eine neue Erfahrung wird. Lenken Sie jetzt Ihre Aufmerksamkeit sanft auf die Bewegungen in Ihrem Körper. Zu allem, was da spürbar wird, es kann die Atmung sein oder ein Geräusch in Ihrem Bauch, nehmen Sie sich selbst aufmerksam wahr. Achten sie jetzt auf ein rhythmisches Pulsieren. Das kann in Ihren Beinen oder Armen sein, in Ihrem Bauch oder Halsbereich oder ganz dumpf und kaum wahrnehmbar in Ihrem Brustkorb. Sobald Sie das Pulsieren spüren (vielleicht erst nach mehreren Versuchen), wenden Sie sich dieser Wahrnehmung dankbar und liebevoll zu. Wo immer Sie rhytmische Wahrnehmungen empfinden, bezeichnen Sie sie mit dem Worten „Mein Puls“. Bleiben Sie gleichzeitig bei der dankbaren und liebevollen Zuwendung für sich selbst und fühlen Sie dann ganz klar „Mein Puls ist ruhig und gleichmäßig“. Bewerten sie nichts, alles, was auftaucht, entlassen Sie wieder. Verweilen Sie zusammen mit der Formel in der liebevollen und dankbaren Hinwendung, solange es angenehm ist. Beenden Sie diese Übung dann mit der Zurücknahme!

 

5. Formel MEINE ATMUNG IST RUHIG UND GLEICHMÄSSIG - ES ATMET MICH

 Sie bewirkt einen gleichmäßigen, bewussten Atemrhythmus

Das Aufnehmen von Sauerstoff und das Abgeben von verbrauchter Atemluft bringt rhythmische Bewegungen in den Atemraum zwischen Nasenlöchern und Zwerchfell. Über das zunächst einmal "Geschehenlassen" des Atemflusses wird die Empfindung von 'ruhig' und 'gleichmäßig' hinzugenommen, um schließlich zu einer vertieften Entspannungsatmung zu gelangen, der wir uns in innerem Vertrauen überlassen können.

 Ziel der Formel: Der Atemrhythmus vertieft sich, wird ganz und gar dem regulierenden Atemzentrum anvertraut

 WIRKUNGEN:

körperlich: Vertiefung der Atmung

feinstofflich: Erweiterung des Atemraumes

mental: Erweiterung der Erfahrensbereiche

seelisch :Tiefes Vertrauen in den Fluß des Lebens

 

Übung: Atmung II

Setzen Sie sich gerade auf und verschaffen Sie sich eine bequeme Sitzhaltung. Begeben Sie sich in eine innere Ruhe und entspannen Sie sich mit dem Ausatmen. Lassen Sie auch die Gedanken ruhig fliessen und werden Sie wieder zu Ihrem eigenen inneren Beobachter. Am unmittelbarsten werden Sie die Atembewegungen spüren. Atmen Sie jetzt einige Male tief ein und aus, spüren Sie, wie nach dem Ausatmen ein neuer Einatemimpuls entsteht; auch wenn Sie versuchen würden, ihn zu unterdrücken, gelingt Ihnen das nur für einen kurzen Zeitraum. Lassen Sie nach dem bewußten Atmen die Atmung einfach geschehen, beginnen Sie ihn zu beobachten; Schliessen Sie nun mit dem Einatmen Ihre Hände leicht zu Fäusten, um sie mit dem Ausatmen wieder zu öffnen. Dies sollte jedoch ganz leicht ohne Anspannungen geschehen. Verbinden Sie die Atmung mit der Vorstellung des Einatmens = Aufnehmen und für einen winzigen Augenblick festhalten und Ausatmen = Loslassen. Verweilen Sie ein wenig bei diesen Wahrnehmungen und unterscheiden Sie den Wechsel zwischen Ein- und Ausatmung. Nehmen Sie die Bewegung des Zwerchfells wahr, das sich in den Bauchraum dehnt und bei Entspannung wieder in den Brustraum hineinwölbt. Erweitern sie nun Ihr Körperempfinden, indem sie dem inneren Atemweg nachspüren - Nasenlöchern (vielleicht beachten Sie, welches Ihrer Nasenlöcher Sie gerade mehr beatmen) - achten sie auch auf die Durchlüftung Ihrer Kiefer-, Stirn- und Nasenhöhlen, d.h. öffnen sie Ihren Gesichtsbereich um die Nase herum, fühlen Sie dann weiter den hinteren Rachenraum, in die Luftröhre und soweit es Ihnen möglich ist, die Verzweigung der Luftröhre in der Mitte des Brustraumes in den rechten und linken Lungenflügel, in Brochnchien, in die Bronchiolen (wie feine Verästelungen eines Baumes) und schließlich in die Alveolen, traubenähnliche Gebilde, an deren Wänden der Austausch des Sauerstoffes in das Blut und die Abgabe der verbrauchten Atemluft aus dem Blut stattfindet. An diesem Ort spüren Sie die Aufnahme von frischer Lebenskraft und der Abgabe von verbauchter Energie. Fühlen sie dann den Atemweg wieder zurück - Alveolen - Bronchiolen - Bronchien - Luftröhre - Rachenraum - Nasenraum - Nasenausgang. Zwischen Nasenlöchern und der Bewegung Ihres Zwerchfells findet jetzt Ihre bewußte Atmung statt. Verweilen Sie jetzt und beobachten Sie Ihre regelmäßige Atmung. Spüren Sie „Ich atme ein - Ich atme aus“ und lassen Sie die Atmung mehr und mehr von selbst geschehen. Sie werden hier sehr deutlich wahrnehmen, wie sehr Sie sich selbst vertrauen, ja anvertrauen können. Beginnen Sie nun, sich für die Erfahrung Ihrer Atmung zu öffnen. „Meine Atmung ist ruhig und gleichmäßig“ - wiederholen Sie einige Male diese Worte in Gedanken, bis Sie ganz leicht und wie von selbst eine Hinwendung zu dieser inneren Atembewegung spüren. Ergänzen Sie dann, indem Sie für sich selbst tiefes inneres Vertrauen spüren die Erfahrung mit den Worten „Es atmet mich“. Prägen sie sich die gesamte Formel „Meine Atmung ist ruhig und gleichmäßig - es atmet mich“ ein und verbinden Sie sie mehr und mehr mit der Einstellung eines tiefen inneren Selbstvertrauens. Nehmen Sie sich nach der Übung ganz gezielt zurück!

 

6. Formel: MEIN SONNENGEFLECHT IST STRÖMEND WARM

Sie sorgt für eine Aktivierung des Sonnengeflechts

Die vorangegangenen Formeln sind ganz auf die heilenden Wirkung einer Grundstimmung von Ruhe und Entspannung eingestellt. Um diese Phase der Erholung noch zu vertiefen, regen wir die Aktivität des Sonnengeflechts an, einem Geflecht von Nerven, Blutgefäßen und Lymphknoten im mittleren oberen Bauchraum hinter dem Magen und vor der Wirbelsäule. Damit wird die Phase der Entspannung und Ruhe, in der die Prozesse der Verdauung stattfinden, verstärkt.

 Ziel der Formel: Hörbare oder/und fühlbare Darmgeräusche, Wärme strömt durch den gesamten Bauchraum

 WIRKUNGEN:

körperlich: Aktivierung der Darmbewegungen

feinstofflich: sanft fließende Wärme durch den gesamten Bauchraum

mental: Bewußtheit der eigenen inneren Kraftquelle

seelisch: Auswahl und Verwandlung von Fremdem zu Eigenem

 

 

Übung: Sonnengeflecht

Nachdem Sie eine entspannte Sitzhaltung eingenommen haben, versuchen Sie aufmerksam die inneren Verdauungsorgane in Ihrem Beckenraum wahrzunehmen. Begrenzt vom Zwerchfell, das sich bei jedem Einatmen sanft in den Bauchraum wölbt, spüren Sie im hinteren Bereich unterhalb der Rippenbögen den Bereich Ihrer Nieren, von denen zwei Harnleiter in die Blase münden, die sich im unteren, vorderen Bauchraum befindet. Verweilen Sie in diesem Bereich und nehmen Sie eine Weile Ihre Geschlechtsorgane wahr. Spüren Sie dann weiter; unter den vorderen rechten Rippenbogen befindet sich Ihre Leber, darunter die Gallenblase, unter dem linken Rippenbogen die Milz, in der Mitte des Bauchraumes Ihre Bauchspeicheldrüse. Dann fühlen Sie den Weg nach, den Ihre Nahrung durch Ihren Körper wandert, von der Mundhöhle, in die Speiseröhre, in den Magen, in den Zwölffingerdarm, den Dünndarm, den aufsteigenden Dickdarm, der querverlaufenden und den absteigenden Dickdarm, schliesslich in den Mastdarm, den Enddarm und zum Darmausgang. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, um deutlich alle an der Verdaung beteiligten inneren Organe wahrzunehmen. Fühlen Sie den gesamten Bauchraum zwischen Beckenboden und Zwerchfell angefüllt mit unterschiedlichen Organen, spüren Sie schon eine sanfte Bewegung? Legen Sie nun Ihre rechte Hand auf den oberen Bauchraum, wenn es noch angenehm ist, legen Sie die linke Hand auf Ihren Rücken in Höhe der vorderen Hand und versuchen Sie, zwischen beiden Händen hin und her zu spüren. Sie können vielleicht so in Ihren Körper hineinfühlen und einen ca. handtellergroßen warmen oder kribbelnden oder sich irgendwie besonders anfühlenden Bereich wahrnehmen, das ist das Sonnengeflecht. Verweilen Sie ein wenig, solange es angenehm ist, legen Sie dann die linke Hand wieder locker ab. Belassen Sie jedoch, wenn möglich, die rechte Hand auf Ihrem Bauch. Beginnen Sie nach ein paar Sekunden Ihre Konzentration auf diesen Bereich hin zu steigern, indem Sie mit jedem Einatmen fühlen, wie Sie Kraft und Energie in das Sonnengeflecht aufnehmen, welches sich transformiert und als Wärme und Licht ähnlich den Strahlen der Sonne in den gesamten Bauchraum zu allen zugehörenden Organen strömt. Wiederholen Sie diesen Teil der Aufnahme - Tranformation oder Umwandlung - und Wärme-Ausstrahlung einige Male, solange es angenehm ist und lassen Sie dann alles von selbst geschehen. Hier in Ihrem Sonnengeflecht ist das Zentrum Ihrer Person; vielleicht können Sie jetzt sich selbst ganz spüren in Ihrer besonderen Einzigartigkeit - Ich bin die ich bin! - Ich bin der ich bin!

Schließen Sie diese Übung besonders sorgfältig mit der Zurücknahme.

 Das Abschlusstraining

Mit den abschließenden beiden Erfahrungen der Formeln „Mein Kopf ist klar“ und dem sog. „Formelhaften Vorsatz“ hier: „Ich bin mutig und gelöst, ich schaffe es“ legen Sie ein sicheres Fundament für ein kraftvolles „Mentales Training“, welches einerseits die Konzentrationsmöglichkeit stärkt, andererseits die Energien unserer Gedanken aktiviert. Die sog. 'Kopf-klar'-Formel wird Ihnen helfen, wach und klar das aktuelle Geschehen um Sie herum vielfältiger wahrzunehmen.

 

7. Formel MEIN KOPF IST KLAR

 Sie bewirkt eine deutliche Klarheit im Kopf und stärkt die Konzentration

Über die entspannte Erholung hinaus hat die Unterstufe des AT eine weitere wundervolle Einwirkung auf die Körperfunktionen. Die o.g. Formel bewirkt eine konzentrative, abwartende innere Geisteshaltung, die offen ist für neue Bilder und Empfindungen. Die Gedanken werden klar, ein zielgerichtetes Planen und Umsetzen unterstützt. Das verstandesmäßige Einordnen des Erlebens gelingt leichter.

 Ziel der Formel: Aufmerksam und wach registriert das einordnende Denken die unterschiedlichen Wahrnehmungen im Körper sowie die aufsteigenden Bilder und Empfindungen

 WIRKUNGEN:

körperlich: Sensibilisierung der Sinneseindrücke

feinstofflich: Verbundenheit mit der Außenwelt

mental: Erweiterung der Aufnahme und Verarbeitung von Daten

seelisch: Anerkennung und Stärkung der individuellen Persönlichkeit

 

Übung: Kopf-klar

Setzen Sie sich für diese Erfahrung der ganzheitlichen Bedeutung der Worte „Mein Kopf ist klar“ bequem hin. Fühlen Sie, wo Ihre Füße Kontakt zum Boden haben, der ihn sicher trägt. Achten Sie ein wenig auf die Entspannung Ihres Beckenbodens, des Schulterbereiches und der Kiefergelenke. Schenken Sie Ihrem Körper soviel Aufmerksamkeit, wie er braucht, um schließlich ganz für sich selbst zu sorgen. Nehmen Sie sich nun ein wenig Zeit, um die AT-Erfahrung von „Ruhe-Schwere-Wärme“ in Ihrem Körper, in Ihren Gedanken und in Ihren inneren Empfindungen entstehen zu lassen, so, daß Sie vollkommen entspannt sind und Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Halsbereich und auf Ihren Kopf richten können. Beginnen Sie jetzt die Hautoberfläche des Halsbereiches, den behaarten Teil Ihres Kopfes und Ihr Gesicht zu fühlen. Hierzu gehört der Umfang des Halses, der Hinterkopfbereich und der Bereich des Kinns, das Gesicht mit den Wangen, den Schläfen, der Stirn, der geschlossenen Augenlider, der Nase und der Lippen. Fühlen sie die Hautoberfläche Ihres geamten Kopfbereichs und verweilen Sie ein wenig bei den sanft geschlossenen entspannten Lippen. Durch sie hindurch spüren Sie jetzt hinein in den Mundbereich und fühlen sogleich die Wärme und die Feuchtigkeit Ihres Speichels, der vielleicht jetzt ein wenig mehr zu fließen beginnt. Schlucken sie einfach und fühlen Sie dabei die Begrenzung Ihres Mundbereiches im hinteren Rachenraum. Beginnen Sie nun, mit Ihrer Zunge den gesamten inneren Mundraum auszuspüren, die rechte und linke innere Wange, die obere und untere Zahnreihe, den Gaumenbereich und den Bereich unter der Zunge. Nehmen Sie dabei deutlich die Abmessungen Ihres Mundraumes wahr, die Tiefe, die Höhe und die Breite. Lassen Sie nun alle Empfindungen Ihres Schmeckens auftauchen und beobachten Sie sie dankbar. Spüren Sie jetzt weiter in Ihren hinteren Rachenraum und von da aus in den oberen Nasenraum und zu den Nasenlöchern. Fühlen Sie, wie die Luft unterschiedlich etwas kühler, frischer hinein- und angewärmt und etwas feucht wieder hinausströmt. Mit jedem Einatmen versuchen Sie auch Luft in die Kiefern, Nasen, und Stirnhöhlen Ihres Gesichtes strömen zu lassen, dies geschieht mit etwas Geduld nach einer Weile wie von selbst. Vielleicht nehmen Sie auch einen Geruch beim Einatmen wahr. Versuchen Sie, falls Sie möchten und es sich um einen Wohlgeruch handelt, ihn bis in den unteren Bereich der hinteren Rippenbögen einzuatmen. Lassen Sie auch für diesen Geruchssinn in sich Dankbarkeit entstehen. Lenken Sie nun sanft Ihre Aufmerksamkeit auf die Augenhöhlen und die Augäpfel, fühlen Sie, wie beweglich die feinen Museln sind, die für ganz individuelle Augenbewegungen sorgen. Bereiten Sie sich jetzt auf eine besondere Erfahrung vor, wenn Sie gleich die Augen kurz schliessen und dann wieder öffnen. Wenn Sie die Augen jetzt schliessen, achten Sie bewußt darauf, wie Sie selbst in Ihre Innenwelt eintreten. Wenn Sie nun die Augen wieder geöffnet haben, versuchen Sie deutlciher Bewegungen, Formen und Farben zu unterscheiden, versuchen Sie auch Nähe und Ferne und die Weite Ihres Blickfeldes wahrzunehmen. Epfinden Sie auch hier große Dankbarkeit für Ihre Fähigkeit des Sehens. Und spüren Sie nun von dem Inneren Ihrer Augen her zu Ihrer rechten Ohrmuschel. Öffnen Sie diese bewußt für deutliches Höhren von Geräuschen und Klängen und fühlen Sie hinein bis in das Innere Ihres rechten Ohres. Verweilen Sie ein wenig und öffnen Sie dann auch das linke Ohr in gleicher Weise. Beachten Sie Geräusche und Klänge, die tief auch in Ihr linkes Ohr dringen können. Gibt es einen Unterschied zwischen Geräuschen und Klängen? Verweilen Sie auch bei Ihrem bewußten Hören mit großer Dankbarkeit. Sie haben jetzt vielleicht das erste Mal so deutlich die vier Sinneswahrnehmungen schmecken, riechen, sehen und hören wahrgenommen. Nehmen Sie jetzt ganz behutsam die rechte und linke Gehirnhälfte hinter Ihrer Stirm wahr und spüren Sie sanft zwischen ihnen hin und her. Im Bereich zwischen Ihren beiden Ohren im Hinterkopf befindet sich das Kleinhirn, verweilen Sie auch hier ein wenig und entspannen Sie es; Sie fühlen diese Entspannung mit dem Loslassen der Nackenmuskulatur. Falls es Ihnen möglich ist, suchen Sie jetzt in Ihrer inneren Vorstellung den Raum der Mitte Ihres Kopfes auf, lassen Sie sich dabei ein wenig von Ihrer Intuition führen. Verweilen Sie auch hier ein wenig und beobachten Sie, was es wahrzunehmen gibt. Über diesen Bereich der Hypophyse, des Hypothalamus und der Zirbeldrüse erreichen Sie Ihr tiefes inneres Wissen, die Quelle Ihrer Phantasie und Ihrer Träume. Lassen sie besonders hier Ihre innere tief empfundene Dankbarkeit einfließen.

 Alles, was Sie jetzt in Ihrem Kopf wahrgenommen haben, ist ein Teil Ihrer individuellen Persönlichkeit, der die Fähigkeit der unterschiedlichen Sinneswahrnehmungen ausmacht. Stellen Sie sich vor, daß hier durch Blockierungen, Zusammenballungen undeutliche und unsichtbare Grenzen entstanden sind, die Sie als dumpf, dunkel, hemmend wahrnehmen. Öffnen Sie sich für eine neue, vielleicht ungewohnte Bewegung in Ihrem Kopf: Es entsteht die Vorstellung eines von weither kommenden Windhauches, der zunächst ganz sanft das Gesicht berührt, um dann ungehindert durch alles im Kopf hindurchzuwehen und alle Blockierungen, alle Hirngespinste, alles Alte, was noch festhalten will, mit sich zu nehmen, so daß Sie zu spüren beginnen: „Mein Kopf ist klar“. Wiederholen Sie diese Vorstellung noch einige Male, bis Sie diese Bewegung spüren, die Ihren gesamten Kopf und alle Sinneswahrnehmungen deutlich und klar erscheinen läßt - vielleicht stellen Sie sich noch einen klaren Frühlingsmorgen vor, klares, durchsichtiges Glas oder die klare Luft nach einem Gewitter. Lassen Sie die Erfahrung so intensiv zu, wie es gerade möglich ist „Mein Kopf ist klar.“ Schließen Sie auch diese Übung mit der Zurücknahme.

 

 Persönliche Motivation: DER FORMELHAFTE VORSATZ oder die AFFIRMNATION

 Am Beispiel: „Ich bin mutig und gelöst - ich schaffe es“

Den Abschluß, nachdem der Körper vollkommen entspannt und gelöst ist, der Kopf klar und aufnahmefähig, ist der innere Boden bereitet für das erfolgreiche mentale Taining. Sie können durch einen selbstgewählten "Formelhaften Vorsatz" oder der "Affirmation" wirkungsvoll und erfolgreich in Ihrem Leben Ziele setzen und erreichen. Nach einer Übungszeit von 3 bis 4 Wochen wird sich die Wirkung ganz individuell, vielleicht fast unmerklich in Ihren Alltag eingliedern.

 Ziel der Formel: Das erfolgreiche Anwenden des Mentalen Trainings zur Motivation und Erreichung eines Zieles

 WIRKUNGEN:

körperlich: Erleichterung und Stärkung des Selbstbewusstseins

feinstofflich: Aktivierung vitaler Energie

mental: Auflösung von Denkblockaden

emotional: Umwandlung von Emotionen in Intuition

 

 

Übung: Ruhig und gelöst - ich schaffe es!

Setzen Sie sich bequem hin. Schalten Sie um auf Ihre innere Ruhe und entspannen Sie sich. Nehmen Sie bewusst Ihre Atmung, den Pulsschlag und das Sonnengeflecht wahr. Denken Sie nun an etwas, das sie in den nächsten Tagen tun wollen und schon lange vor sich hergeschoben haben; ebenso gibt es vielleicht in Ihrem Leben ein Ziel, welches Sie in einigen Monanten oder Jahren erreichen wollen. Auch das stellen Sie sich einfach bildlich vor. Atmen sie nun einige Male tief durch und spüren Sie dann, wo Ihr Körper Kontakt zum Boden und zum Sessel oder Stuhl hat. Entspannen Sie bewußt Ihren Beckenboden, Ihren Schulterbereich und die Kiefergelenke. Beobachten Sie Ihre innere Reaktion, wenn Sie die Worte in sich wiederholen, „Ich mag mich“ und verweilen Sie ein wenig in dieser positiven Empfindung, vertiefen Sie sie und erweitern Sie ihre Empfindungen auf Bereiche Ihres Lebens, wie Ihre Wohnung oder Ihren Arbeitsplatz. Versuchen Sie jeden verurteilenden oder kritisierenden Gedanken wieder loszulassen, er braucht im Moment keine Erwiderung. Stellen Sie sich nun vor, wie Ihre Wirbelsäule sich in Gedanken aufrichtet und verbinden Sie diese körperliche Vorstellung mit den Worten „Ich bin mutig“ ... Nehmen Sie dieses Körpergefühl deutlich wahr und stellen Sie sich nun darauf ein, daß ihre Arme ganz entspannt neben Ihrem Körper herabhängen, ebenso wie die Hände und verbinden Sie jetzt diese Wahrnehmungen mit den Worten „Ich bin mutig und gelöst“. Erinnern sie sich jetzt an das, was sie morgen oder in den nächsten Tagen erledigen wollen und verbinden Sie diese Vorstellung mit der inneren Ausrichtung „Ich schaffe es“ - füllen Sie diese Worte mit mehr und mehr Gewißheit, bis sich ein besonderes körperliches Empfinden einstellt mit der gesamten Formel „Ich bin mutig und gelöst (Wirbelsäule und Arme) - Ich schaffe es (innere Gewißheit)“. Nachdem Sie die innere Ausrichtung auf das Erreichen Ihres Zieles mit einer vielleicht unmerklichen Bewegung gespürt haben, öffnen Sie sich weiter für Ihre Zukunft. Stellen Sie sich vor, welches Ziel, welche Vision Sie für die nächsten Jahre verwirklichen wollen und lassen Sie auch hier die Worte einfließen „Ich bin mutig und gelöst - Ich schaffe es“. Auch hier warten Sie auf eine leichte innere Bewegung, die Ihnen Gewißheit signalisiert. Nach einer Weile öffnen Sie sich weiter und weiter für Ihre Zukunft. Vielleicht können Sie spüren, wie Ihr Leben einen besonderen ganz einzigartigen Sinn hat, der sich noch in der Ferne verbirgt - vergewissern Sie sich Ihres tiefen inneren Vertrauens auf den Fluß des Lebens und spüren Sie auch hier eine winzige Bewegung mit den Worten „Ich bin mutig und gelöst - Ich schaffe es“. Bleiben Sie ein wenig in Ihrer inneren Gewißheit und fühlen Sie Dankbarkeit für alles, was in Ihnen auftaucht. Schließen Sie diese Übung mit der Zurücknahme. 

Weitere Übungsbeispiele: Für mehr Ruhe und Gelassenheit: Ich bin und bleibe ruhig! Zu jeder Zeit Gelassenheit!   Für einen tiefen, erholsamen Schlaf: Ich schlafe tief und fest! An jedem Ort, zu jeder Zeit, bin ich sogleich zum Schlaf bereit! Ich schlafe ganz tief und erwache frisch und ausgeruht!   Für das Erreichen eines Ziels: Ich schaffe es! Arbeit (Pflicht) macht Freude! Ich erreiche mein Ziel!   Für bessere Beziehungen mit anderen Menschen: Ich sehe mich und die anderen! Ich setze mich durch! Ich erlebe meinen Wert! Ich fühle mich sicher und frei! Ich erlebe meinen Alltag froh und heiter!
 

Der französische Psychiater Coé untersuchte in einer Forschungsgruppe die Wirkung der sog. Formelhaften Vorsätze. Es ist überliefert, daß er mit zwei unterschiedlichen Gruppen arbeitete; die eine Gruppe war der Wirkung solcher Vorsätze eher positiv gegenüber eingestellt, die andere eher skeptisch, bis ablehnend. Dennoch erklärten sich alle Teilnehmer bereit, die spezielle Formel während einiger Wochen jeweils morgens laut 20 bis 30 Mal vor sich hinzusagen, so daß sie auch über das Ohr in das Bewußtsein drang. Er stellte fest, daß bei beiden Gruppen eine gleiche Teilneh- merzahl annähernd gleiche Ergebnisse hatten, nämlich, daß es ihnen objektiv und subjektiv besser ging, was heißt, egal ob "Sie daran glauben oder nicht, der positive Vorsatz wird sich auf seine Art positiv umsetzen". Die von Coé verwendete Formel heißt:

"Es geht mir mit jedem Tag, in jeder Hinsicht immer besser und besser!" 

 

 Wollen Sie mir schreiben? BeatriceRaue@aol.com 

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