Leiden
Sie unter Depressionen? Bedenken
Sie folgendes: Das
"Stockholm Syndrom" bezeichnet ein Verhalten in einer sehr
belastenden, ja bedrohlichen Lebenssituation, in der Opfer
sich auch in sehr lebensfeindlicher Umgebung einrichten und
versuchen, mit den alltäglichen Bedürfnissen
zurecht zu kommen. Sie versuchen auch, sehr belastende
soziale Beziehungen aufrecht zu erhalten, sogar die vom
"Täter" diktierte Beziehung zu befriedigen, bzw. zu
verbessern. Obwohl die Gemeinschaft nach aussen völlig
intakt zu sein scheint, verlieren diese immer mehr den
Kontakt zu Ihrer eigenen Persönlichkeit und ihrem
eigenen Lebensweg. Sie überleben von einer Stunde zu
anderen. Hatten
oder haben Sie ein Traumatisches Erlebnis, z.B. den Tod
eines nahen Verwandten, einen Schwangerschaftsabbruch, eine
Trennung, eine schwere Erkrankung, ein mit Problemen
belasteten Arbeitsplatz, Alpträume? Oder hat jemand Sie
zutiefst gekränkt? Sie tun vieles, um einen
möglichst grossen Abstand zu dem Erlebten zu bekommen,
vergraben sich in Ihre Arbeit, flüchten sich in
Bücher und in Tagträume, in eine Krankheit oder
verbringen Ihre zeit vor dem Fernseher, der für Sie
stellvertretend Ihre Träume lebt (zuweilen auch Ihre
Alpträume). Vielleicht
geht es Ihnen so: Eine schwere Depression hat in Ihrem
Körper bereits Schmerzen und Beschwerden verursacht,
Sie verlieren Energie, die sie aus kurzen Ruhepausen
gewinnen, sehr schnell und es gibt nur wenige
Lebensbereiche, in denen Sie neue Energie aufnehmen
können; Ihre Gedanken halten sich an einem Punkt, an
einem Erlebnis fest und wollen sich nicht mehr ausbreiten,
Ihre Phantasie ist zum Stillstand gekommen, Sie erwarten
keine grossen Veränderungen und haben dafür auch
gar keine Kraft. Durch den Mangel an Energie halten Sie sich
auch gefühlsmässig im möglichst gleichem
Zustand von Hoffnungslosigkeit, negativen Erwartungen und
"Ja, aber.." -Einstellungen. Sind
Sie bereit, etwas dagegen zu tun? Der erste Schritt ist,
genau hinzuschauen, welches Verhalten Sie den Tag und die
Nacht bestehen lässt. Z.B. wenn Sie Ihre Zeit
vornehmlich vor dem Fernseher verbringen, dann sagen Sie zu
diesem Verhalten zunächst einmal innerlich "Hallo - ich
weiss, dass ich durch dieses Verhalten überlebe"! Der
zweite Schritt wäre, dass Sie erkennen, dass Ihnen das
Fernsehen Freude und Erleichterung verschafft und Sie von
etwas ablenkt, dass eigentlich gelebt werden möchte.
Blieben Sie freundlcih und nachsichtig mit sich selbst, aus
Ihrer Freude könnte ein wenig Energie entstehen, die
Sie aktivieren könnte. Fragen
Sie sich, wo Sie noch Energie gewinnen für eine
Veränderung, zu der Sie sich jetzt entschliessen.
Fangen Sie an, die Natur zu beobachten, verbinden Sie sich
mit den Jahreszeiten und den Geräuschen des Windes.
Werden Sie ganz still und probieren Sie aus, wie es ist,
"Dem Tiger in's Gesicht zu schauen". Sprechen Sie das
Schlimme aus, was Sie bedrückt - Sie werden bemerken,
dass die Welt nicht untergeht und Verzeihen und Dankbarkeit
auf Sie warten. Wollen
Sie mir schreiben: BeatriceRaue@aol.com